Möhrensaatgutvermehrung

 

Die Vermehrung von Gemüsesaatgut ist in der Landwirtschaft eher eine Nischenkultur.

 

Die Vermehrung von Möhrensaatgut ist sehr aufwendig und mit viel Handarbeit verbunden.

Im Vorjahr wird das Elitesaatgut der zu vermehrenden Möhren im August ausgedrillt und im Herbst als kleine Möhre geerntet. Während des Winters werden die Möhren in einem Kühlhaus zwischengelagert, in dem sie einen Kältereitz erfahren. Diesen benötigen sie, damit sie im darauf folgendem Jahr "schoßen" können und somit ihre Samenstände ausbilden können.

 

Nach dem Pflanzen der Möhren im zeitigen Frühjahr, bestehen die wichtigste Aufgaben darin, den Bestand unkrautfrei zu halten.

Sobald die Möhren eine Wuchshöhe von ca. 50 cm erreicht haben, werden in dem Bestand Holzpfähle geschlagen um die Möhrenpflanzen  mit Hilfe von Schnüren zu stabilisieren. 

Während der Abreife im August reagieren die Möhren sehr empfindlich auf zu viel Regen, da zu viel Nässe zu Pilzerkrankungen und damit zu einer schlechteren Keimfähigkeit führen kann.

 

Mit der Ernte kommt auch bei den Möhren die Hauptarbeit auf uns zu. Die einzelnen Dolden müssen von Hand in zwei bis drei Erntegängen geschnitten und zum trocknen ausgebreitet werden.

 

Anschließend werden die Dolden in Big Bags verpackt und zur Weiterverarbeitung an den Aufbereiter geliefert.